In den Wechseljahren verändert sich das Hormonsystem, was den Cortisolspiegel beeinflussen kann. Chronisch erhöhtes Cortisol begünstigt Bauchfett, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen. Wichtig ist ein ganzheitlicher Ansatz: Stressreduktion durch Achtsamkeit, moderates Krafttraining und ausreichend Schlaf (7–8 Stunden). Adaptogene wie Ashwagandha oder Rhodiola zeigen in Studien moderate Effekte, sind aber nicht für jede Frau geeignet – Wechselwirkungen mit Hormontherapie beachten. Eine ausgewogene Ernährung mit wenig Zucker und viel Magnesium, B-Vitaminen und Omega-3-Fettsäuren unterstützt die Stressregulation. Direkte Cortisol-Messungen (Speichel, Blut) sind punktuell aussagekräftig, aber Tagesprofile sind aufwändig. Kein Gentest kann derzeit zuverlässig den Cortisol-Stoffwechsel personalisieren. Caveat: Nahrungsergänzungsmittel oder Hormone nur nach ärztlicher Abklärung. Die Evidenz für einzelne Maßnahmen ist überwiegend moderat und basiert auf Beobachtungsstudien.
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