Der CRP-Wert (C-reaktives Protein) wird meist als hochsensitives CRP (hs-CRP) gemessen, um kardiovaskuläre Risiken abzuschätzen. Nach den Leitlinien der American Heart Association (AHA) und des CDC gelten folgende Kategorien: <1 mg/L = niedriges Risiko, 1–3 mg/L = mittleres Risiko, >3 mg/L = hohes Risiko. Werte über 10 mg/L deuten meist auf eine akute Entzündung oder Infektion hin und sind dann nicht für die Risikobewertung geeignet. Wichtig: CRP ist ein unspezifischer Entzündungsmarker – ein erhöhter Wert allein sagt nichts über die Ursache aus. Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel oder chronische Entzündungen (z. B. Parodontitis) können den Wert dauerhaft erhöhen. Eine Optimierung über Ernährung (Omega-3, Ballaststoffe, Polyphenole), Bewegung und Stressreduktion kann den hs-CRP-Wert senken. Bei dauerhaft erhöhten Werten (>3 mg/L) sollte ärztlich abgeklärt werden, ob eine chronische Entzündung oder ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko vorliegt. Der ideale Wert liegt unter 1 mg/L, aber individuelle Faktoren wie Alter, Genetik (z. B. IL-6-Polymorphismen) und Begleiterkrankungen beeinflussen den Zielbereich. Consumer-Labortests messen oft hs-CRP – die Interpretation sollte immer im Gesamtkontext erfolgen.
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