Die TSH-Messung ist ein etablierter Labortest zur Beurteilung der Schilddrüsenfunktion. Sie ist sinnvoll bei Symptomen wie Müdigkeit, Gewichtsveränderungen oder Kälteempfindlichkeit sowie bei Risikogruppen (z. B. Frauen über 35, familiäre Vorbelastung). In der Allgemeinbevölkerung ohne Symptome ist ein TSH-Screening jedoch umstritten, da es zu Überdiagnosen und unnötigen Behandlungen führen kann. Die Evidenz basiert auf klinischen Leitlinien (z. B. American Thyroid Association) und ist als human-strong einzustufen. Für gesunde, asymptomatische Personen ist der Nutzen begrenzt; eine individuelle Risikoabwägung ist empfehlenswert. Der Test allein sagt nichts über die Ursache einer Fehlfunktion aus – weitere Parameter (fT3, fT4, Antikörper) sind oft nötig. Fazit: TSH lohnt sich bei gezielter Indikation, nicht als pauschale Vorsorge.
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