Glukose selbst ist kein direkter Auslöser von Allergien. Allerdings kann ein erhöhter Blutzuckerspiegel über verschiedene Mechanismen das Immunsystem beeinflussen. So fördert chronisch hohe Glukose die Bildung von Advanced Glycation End Products (AGEs), die entzündliche Prozesse verstärken können. Zudem begünstigt eine zuckerreiche Ernährung eine Dysbiose des Darmmikrobioms, was wiederum mit einem erhöhten Allergierisiko in Verbindung gebracht wird. Epidemiologische Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen hohem Zuckerkonsum und allergischen Erkrankungen wie Asthma oder Heuschnupfen, jedoch ist die Evidenz überwiegend beobachtend und nicht kausal. Ein direkter Mechanismus, bei dem Glukose als Allergen wirkt, existiert nicht. Die Rolle von Glukose ist eher indirekt über Entzündungswege und die Darm-Hirn-Achse zu verstehen. Für Betroffene mit Allergien ist eine ausgewogene Ernährung mit stabilen Blutzuckerwerten empfehlenswert, aber eine alleinige Reduktion von Zucker wird Allergien nicht heilen. Evidenz: moderat, basierend auf Beobachtungsstudien und mechanistischen Daten.
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