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Was steht hinter dem Thema sibo symptome ursachen diagnose therapie?

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Was steht hinter dem Thema sibo symptome ursachen diagnose therapie?

SIBO (Small Intestinal Bacterial Overgrowth) bezeichnet eine übermäßige Besiedlung des Dünndarms mit Bakterien, die typischerweise in den Dickdarm gehören. Symptome sind Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung, Übelkeit und Müdigkeit. Ursachen sind vielfältig: gestörte Darmmotilität (z. B. bei Diabetes, Sklerodermie), anatomische Veränderungen (Dünndarmdivertikel, Fisteln), verminderte Magensäure (Protonenpumpenhemmer) oder Immunschwäche. Die Diagnose erfolgt meist über einen Laktulose- oder Glukose-Atemtest (Wasserstoff/Methan), der jedoch eine hohe Rate falsch-positiver und falsch-negativer Ergebnisse aufweist. Die Therapie umfasst Antibiotika (Rifaximin, ggf. Metronidazol), eine niedrig-FODMAP-Ernährung oder Elementardiät sowie die Behandlung der Grunderkrankung. Wichtig: Die Evidenzlage ist uneinheitlich – viele Studien sind klein, Diagnosekriterien nicht standardisiert, und Langzeiterfolge der Therapie unklar. Eine SIBO-Diagnose sollte kritisch hinterfragt werden, insbesondere bei Selbsttests oder kommerziellen Anbietern. Die Leitlinien der DGVS (2021) raten zur Zurückhaltung bei Atemtests und empfehlen eine individualisierte Therapie. Ohne gesicherte Diagnose und ärztliche Begleitung kann eine unnötige Antibiotikatherapie schaden (Resistenzen, Dysbiose).

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