wie kann ich cortisol messen — was ist evidenzbasiert?
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TIKKI Wissensantwort
Cortisol lässt sich evidenzbasiert über Blut, Speichel oder Urin messen. Die klinische Standardmethode ist die Bestimmung des Serum-Cortisols am Morgen (ca. 7–9 Uhr) sowie ggf. ein Dexamethason-Hemmtest zur Abklärung eines Cushing-Syndroms. Für die Beurteilung des Tagesprofils (zirkadianer Rhythmus) ist die Speichel-Cortisol-Messung zu mehreren Zeitpunkten validiert – sie gilt als zuverlässig und nicht-invasiv. Der 24-Stunden-Urin auf freies Cortisol ist der Goldstandard zur Diagnose von Cortisol-Überschuss. Haarcortisol wird in der Forschung als Langzeitmarker für chronischen Stress eingesetzt, ist aber klinisch noch nicht standardisiert. Wichtig: Einzelne Messungen sind wenig aussagekräftig, da Cortisol starken Schwankungen unterliegt (Tageszeit, Stress, Ernährung, Schlaf). Consumer-Tests (z. B. Speichel-Kits für zu Hause) können Hinweise geben, sind aber oft nicht ausreichend validiert und sollten nicht zur Selbstdiagnose verwendet werden. Bei Verdacht auf eine Cortisol-Störung ist immer ein Arztbesuch mit Labordiagnostik nötig. Die Evidenz für klinische Messmethoden ist stark, für Heimtests dagegen schwach.
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