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CRP Entzündung: welche Blutwerte sind relevant?

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CRP Entzündung: welche Blutwerte sind relevant?

Die wichtigste Blutwert für die Beurteilung einer Entzündung ist das C-reaktive Protein (CRP), insbesondere das hochsensitive CRP (hs-CRP). Hs-CRP misst auch geringgradige Entzündungen und wird häufig zur Risikobewertung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt. Ein normaler hs-CRP-Wert liegt unter 1 mg/L, Werte zwischen 1 und 3 mg/L deuten auf ein mittleres Risiko hin, über 3 mg/L auf ein hohes Risiko. Akute Entzündungen oder Infektionen führen zu deutlich höheren CRP-Werten (>10 mg/L). Weitere relevante Entzündungsmarker sind Interleukin-6 (IL-6), Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-α) und Fibrinogen, die jedoch seltener im Routinelabor bestimmt werden. Genetische Varianten, wie z.B. rs1800795 im IL-6-Gen, haben nur einen geringen Einfluss auf Entzündungsmarker und können eine Blutuntersuchung nicht ersetzen. Ein DNA-Test allein kann keine chronische Entzündung diagnostizieren. Wichtig: Ein einzelner erhöhter CRP-Wert ist nicht spezifisch – er erfordert ärztliche Abklärung. Bei sehr hohen Werten (>50 mg/L) sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Die Evidenz für die klinische Anwendung von hs-CRP ist stark (randomisierte Studien, Metaanalysen), während genetische Tests für Entzündungsmarker nur moderate Evidenz aus Beobachtungsstudien haben.

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