Die Frage nach B12 und Blutzucker ist komplex und erfordert eine differenzierte Betrachtung. Einerseits kann ein Vitamin-B12-Mangel die Insulinempfindlichkeit und Glukosetoleranz beeinträchtigen, insbesondere bei Menschen mit Diabetes oder unter Metformin-Therapie, da Metformin die B12-Resorption hemmt. Andererseits zeigen genetische Varianten wie FUT2 (rs601338) einen moderaten Einfluss auf die B12-Aufnahme, jedoch ohne direkte Verbindung zum Blutzuckerstoffwechsel. Die MyBody-X-DNA-Tests können auf solche Varianten hinweisen, aber ein Bluttest auf B12, Holo-Transcobalamin und Methylmalonsäure ist vor einer Supplementierung unerlässlich. Blutzuckerwerte (Nüchtern, HbA1c) sollten separat überwacht werden. Es gibt keine belastbaren Belege, dass eine B12-Supplementierung allein den Blutzucker verbessert, außer bei nachgewiesenem Mangel. Die Evidenz für eine personalisierte Kombination aus B12- und Blutzuckeroptimierung basierend auf Gentests ist schwach; die klinische Praxis und Ernährung haben Priorität. Vorsicht vor Marketingversprechen, die einen direkten Zusammenhang suggerieren.
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