CYP1A2 ist ein Cytochrom-P450-Enzym, das vor allem für den Abbau von Koffein und bestimmten Medikamenten bekannt ist. Eine direkte, gut belegte Rolle bei Allergien gibt es nicht. Einige Studien deuten auf einen möglichen Zusammenhang hin: CYP1A2 ist am Metabolismus von Umweltgiften (z. B. polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) beteiligt, die wiederum Immunreaktionen beeinflussen können. Zudem wird spekuliert, ob genetische Varianten (z. B. CYP1A2*1F) die Aktivität des Enzyms verändern und so indirekt das Allergierisiko modulieren – etwa über die Verstoffwechselung von Histamin oder Arachidonsäure. Die Evidenzlage ist jedoch schwach: Es handelt sich überwiegend um mechanistische Hypothesen oder kleine Assoziationsstudien, die nicht konsistent repliziert wurden. Klinische Leitlinien empfehlen keine CYP1A2-Gentests für Allergiediagnostik oder -therapie. Für Verbraucher-Gentests gilt: Die Aussagekraft zu Allergien ist spekulativ. Wer konkrete Allergieprobleme hat, sollte einen Allergologen aufsuchen und sich nicht auf Genvarianten verlassen.
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