Die Verbindung zwischen MTHFR-Varianten (z. B. C677T, A1298C) und Schlaf ist wissenschaftlich schwach belegt. MTHFR codiert für die Methylentetrahydrofolat-Reduktase, ein Enzym im Folat- und Homocystein-Stoffwechsel. Einige Studien postulieren einen indirekten Zusammenhang über Homocystein-Spiegel und Neurotransmitter (Serotonin, Melatonin), aber direkte, reproduzierbare Assoziationen mit Schlafqualität, -dauer oder -störungen fehlen. Die vorhandene Evidenz ist meist mechanistisch oder stammt aus kleinen Beobachtungsstudien mit inkonsistenten Ergebnissen. Consumer-DNA-Tests listen MTHFR oft als „Schlaf-Gen“, was irreführend ist. Die Effektstärke ist gering, und Lebensstilfaktoren (Stress, Licht, Koffein) dominieren. Eine klinische Relevanz für den Einzelnutzer ist nicht belegt. Homocystein-Messung und Folsäure-Supplementierung sollten nur nach ärztlicher Absprache erfolgen. Fazit: MTHFR im Schlafkontext ist überwiegend Marketing – keine verlässliche Handlungsempfehlung ableitbar.
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