Es gibt keine starke wissenschaftliche Evidenz für einen direkten Zusammenhang zwischen CYP2C19-Genvarianten und dem Menopausenalter oder -verlauf. CYP2C19 ist ein Enzym, das vor allem den Abbau von Medikamenten wie Antidepressiva (z. B. Citalopram) oder Protonenpumpenhemmern steuert. In der Perimenopause und Menopause können solche Arzneimittel eingesetzt werden, um Symptome wie Hitzewallungen oder Stimmungsschwankungen zu lindern. Ein verlangsamter oder schneller Metabolismus (abhängig vom CYP2C19-Phänotyp) könnte daher die Wirksamkeit oder Nebenwirkungen dieser Therapien beeinflussen. Direkte Studien zur Menopause liegen jedoch nicht vor. Die Evidenz ist daher als ‚mechanistisch/unclear‘ einzustufen. Ein Gentest auf CYP2C19 kann allenfalls Hinweise zur Medikamentenverträglichkeit geben, nicht aber zur Menopause selbst. Vorsicht vor überinterpretierten Werbeversprechen.
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