Bei tTG-IgA (Gewebetransglutaminase-Antikörper, IgA-Klasse) handelt es sich um den primären serologischen Marker für Zöliakie. In den Wechseljahren (Menopause) ändert sich der Hormonstatus, was theoretisch die Immunantwort beeinflussen könnte – die Datenlage dazu ist jedoch dünn. Wichtig: Ein negativer tTG-IgA schließt Zöliakie nicht sicher aus, insbesondere bei IgA-Mangel (ca. 2–3 % der Bevölkerung). Bei IgA-Mangel sollte auf tTG-IgG oder EMA-IgA ausgewichen werden. Zudem können menopausale Symptome (z. B. Gelenkschmerzen, Müdigkeit) eine Zöliakie imitieren oder überlagern. Die Testinterpretation sollte daher immer im klinischen Kontext erfolgen. Ein positiver tTG-IgA erfordert zur Bestätigung eine Dünndarmbiopsie. Die Evidenz basiert auf klinischen Leitlinien und Beobachtungsstudien, nicht auf randomisierten kontrollierten Studien zur Menopause. Vorsicht vor übertriebenen Behauptungen von Direct-to-Consumer-Tests, die oft ohne ärztliche Bewertung auskommen.
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