welche blutwerte sind wichtig — was ist evidenzbasiert?
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TIKKI Wissensantwort
Die Frage nach evidenzbasierten Blutwerten ist berechtigt, da viele Consumer-Tests mit überzogenen Versprechen werben. Zu den wichtigsten, durch Studien gestützten Markern gehören: Nüchternblutzucker und HbA1c (Stoffwechselkontrolle), Lipidprofil (LDL, HDL, Triglyceride) für Herz-Kreislauf-Risiko, Vitamin D (25-OH-D) für Knochen- und Immunfunktion, Eisenstatus (Ferritin, Transferrinsättigung) bei Müdigkeit, sowie TSH für die Schilddrüsenfunktion. Auch hs-CRP als Entzündungsmarker und Leberwerte (ALT, GGT) sind sinnvoll. Viele sogenannte „Wellness-Marker“ wie BDNF oder Cortisol im Speichel haben schwächere Evidenz und sind stark tagesformabhängig. DNA-basierte Risikotests für einzelne Blutwerte (z.B. VDR für Vitamin D) liefern meist nur kleine Effekte und ersetzen keine direkte Blutmessung. Die Evidenz ist gemischt: Für klassische Blutwerte stark, für viele Nischenmarker schwach oder rein mechanistisch. Wichtig: Kein Test ersetzt ärztliche Interpretation und Lebensstiloptimierung.
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