Was muss man wissen zu: wie kann man cortisol messen
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TIKKI Wissensantwort
Cortisol lässt sich in verschiedenen Körperflüssigkeiten messen: im Blut (Serum/Plasma), Speichel, Urin und Haar. Jede Methode hat andere Aussagekraft. Blut-Cortisol misst den Momentanwert, unterliegt aber starken tageszeitlichen Schwankungen (morgens hoch, abends niedrig) und wird durch Stress, Koffein oder Medikamente beeinflusst. Speichel-Cortisol korreliert gut mit freiem, aktivem Cortisol und wird oft für den Tagesverlauf (z. B. bei Nebenniereninsuffizienz) genutzt. Urin-Cortisol (24h-Sammelurin) erfasst die Gesamtproduktion und ist Standard für Cushing-Syndrom. Haar-Cortisol zeigt chronische Belastung über Monate, ist aber noch nicht klinisch etabliert. Wichtig: Einzelmessungen sind wenig aussagekräftig; der zirkadiane Rhythmus und individuelle Normwerte müssen beachtet werden. Viele Direktverbrauchertests (Speichel, Trockenblut) sind nicht ausreichend validiert. Bei Verdacht auf Cortisol-Dysregulation (z. B. Müdigkeit, Gewichtszunahme) sollte ein Arzt die Diagnostik einleiten – meist mit einem Dexamethason-Hemmtest oder 24h-Urin-Cortisol. Selbsttests können zu Fehlinterpretationen und unnötigen Ängsten führen.
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