DNA-Tests für Männer versprechen oft Einblicke in sportliche Veranlagung (z. B. ACTN3 für Sprint), Haarausfall (AR-Gen), Prostatakrebsrisiko oder Stoffwechsel. Die wissenschaftliche Evidenz ist jedoch meist schwach: Viele Marker haben nur kleine Effektstärken, sind populationsabhängig und nicht klinisch handlungsrelevant. So sagt ACTN3 zwar mit Sprint assoziiert, aber Training und Umwelt dominieren. Für Haarausfall gibt es polygene Risikoscores, aber keine präventiven Maßnahmen. Prostatakrebs-SNPs haben geringen Vorhersagewert. Die meisten kommerziellen Tests übertreiben die Aussagekraft. Ein DNA-Test kann als Anstoß für einen gesünderen Lebensstil dienen, ersetzt aber keine ärztliche Beratung. Besonders bei Krebsrisiken sollte man sich an Fachärzte wenden. Fazit: Die Studienlage ist dünn; die Tests sind eher Lifestyle als Medizin.
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