COMT (Catechol-O-Methyltransferase) baut Dopamin ab. Die häufige Variante Val158Met (rs4680) beeinflusst die Enzymaktivität: Val/Val-Träger haben eine hohe, Met/Met-Träger eine niedrige Aktivität. Höhere Dopaminspiegel bei Met/Met können die Schlafarchitektur beeinflussen – Studien deuten auf eine erhöhte Wachsamkeit, längere Einschlafzeiten oder eine veränderte Tiefschlafphase hin. Allerdings sind die Effekte klein und stark von Tagesrhythmus, Stress, Koffein und Bewegung überlagert. Die Evidenzlage ist überwiegend mechanistisch; es gibt keine robusten klinischen Empfehlungen. Ein Gentest allein reicht nicht, um Schlafprobleme zu erklären. Wichtiger sind Schlafhygiene, Lichtexposition und Stressmanagement. Bei Schlafstörungen sollte immer eine ärztliche Abklärung erfolgen – COMT ist nur ein Mosaikstein.
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