Die Bestimmung von IgG-Antikörpern im Kontext der Wechseljahre ist wissenschaftlich nicht als diagnostisches oder therapeutisches Instrument etabliert. IgG-Tests werden häufig im Rahmen von Nahrungsmittelunverträglichkeiten vermarktet, jedoch fehlt eine valide Evidenz für einen Zusammenhang mit menopausalen Symptomen wie Hitzewallungen oder Stimmungsschwankungen. Hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren beeinflussen zwar das Immunsystem, aber IgG-Spiegel sind unspezifisch und nicht klinisch relevant für die Menopause. Die Deutsche Menopause Gesellschaft und internationale Leitlinien empfehlen keine IgG-Tests. Stattdessen sind Hormonbestimmungen (FSH, Östradiol) und individuelle Symptomevaluation Standard. Der Einsatz von IgG-Tests in diesem Kontext ist als Marketing zu bewerten, nicht als evidenzbasierte Medizin.
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