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Ist Ferritin bei Sport sinnvoll?

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Ist Ferritin bei Sport sinnvoll?

Ferritin ist bei Sport sinnvoll, aber mit Einschränkungen. Als Speicherprotein für Eisen gibt es Aufschluss über die Eisenreserven des Körpers. Für Sportler, insbesondere Ausdauersportler, ist ein ausreichender Eisenstatus wichtig, da Eisen für den Sauerstofftransport (Hämoglobin) und die Energiebereitstellung in den Mitochondrien essenziell ist. Ein zu niedriger Ferritinspiegel (<30 ng/ml) weist auf eine Eisenverarmung hin, die die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen kann. Allerdings ist Ferritin auch ein Akute-Phase-Protein, das bei Entzündungen ansteigt – daher sollte es idealerweise zusammen mit CRP gemessen werden. Ein isoliert niedriger Ferritinwert ohne Anämie kann asymptomatisch sein, aber bei Sportlern mit Müdigkeit oder Leistungseinbruch ist eine weitere Abklärung sinnvoll. Auch genetische Faktoren wie HFE-Varianten (z. B. rs1799945) können die Eisenaufnahme beeinflussen. Die Evidenz stützt sich auf sportmedizinische Praxis und Beobachtungsstudien, nicht auf große RCTs. Fazit: Ferritin ist ein nützlicher Screening-Marker, aber keine alleinige Diagnose. Eine individuelle Bewertung mit Blutbild, Transferrinsättigung und CRP ist empfehlenswert.

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