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Myths vs Facts: Folsäure und Darmgesundheit

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Myths vs Facts: Folsäure und Darmgesundheit

Folsäure (Vitamin B9) ist essenziell für Zellteilung und DNA-Synthese – auch in der Darmschleimhaut, die sich alle paar Tage erneuert. Ein Mangel kann die Darmbarriere schwächen und Entzündungen begünstigen. Allerdings ist der Mythos, dass Folsäure allein Darmprobleme wie Reizdarm oder Durchlässigkeit heilt, nicht belegt. Studien zeigen, dass eine Supplementierung bei gesunden Erwachsenen kaum Vorteile bringt, während bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) die Evidenz widersprüchlich ist. Zudem kann zu viel Folsäure (insbesondere synthetische) einen Vitamin-B12-Mangel maskieren, was neurologische Schäden riskiert. Die Darmmikrobiota produziert selbst Folat, aber in variablen Mengen. Ein Bluttest auf Folsäure ist sinnvoll bei Verdacht auf Mangel (z. B. bei Malabsorption, Alkoholismus oder Schwangerschaft). Für die Darmgesundheit sind Ballaststoffe, Probiotika und eine ausgewogene Ernährung nach aktuellem Stand wirksamer als isolierte Folsäuregaben. Evidenz: human-moderate (Beobachtungsstudien, wenige RCTs).

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