Bauchgluckern (medizinisch: Borborygmi) ist in den allermeisten Fällen ein völlig normales Geräusch des Verdauungstrakts. Es entsteht durch die Bewegung von Gasen und Flüssigkeiten, die durch die Peristaltik – also die wellenförmigen Muskelkontraktionen des Darms – weitertransportiert werden. Diese Geräusche sind ein Zeichen dafür, dass der Darm aktiv arbeitet. Sie treten besonders nach dem Essen oder bei leerem Magen auf, wenn die Magensäure und Gase durch den Darm wandern. Als Skeptiker kann man sich also beruhigen: In der Regel ist es kein Grund zur Sorge. Allerdings können verstärkte oder sehr laute Geräusche auch auf eine erhöhte Gasproduktion hindeuten, etwa durch ballaststoffreiche Kost, Hülsenfrüchte, Kohl oder kohlensäurehaltige Getränke. Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Laktose, Fruktose, Gluten) oder ein Reizdarmsyndrom können die Geräusche verstärken. Wenn zusätzlich Schmerzen, Durchfall, Verstopfung oder Blut im Stuhl auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Aber für die allermeisten Menschen ist das Gluckern ein harmloses, physiologisches Phänomen.
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