SHBG (Sexualhormon-bindendes Globulin) wird primär durch Insulin, Schilddrüsenhormone und Leberfunktion reguliert. Schlafmangel und gestörter zirkadianer Rhythmus können indirekt über Insulinresistenz und Cortisol den SHBG-Spiegel senken. Studien zeigen, dass Kurzschläfer (<6h) tendenziell niedrigere SHBG-Werte haben, was mit erhöhtem Diabetes- und metabolischem Risiko assoziiert ist. Allerdings ist die Evidenz moderat: Die Effekte sind klein, und Kausalität ist schwer zu isolieren (Confounding durch Lebensstil). Ein SHBG-Test allein ist kein Schlafmarker; er sollte im Kontext von Nüchternglukose, HOMA-IR und Hormonstatus interpretiert werden. Consumer-DNA-Tests für SHBG-Varianten (z.B. rs1799941) haben geringe klinische Relevanz. Fazit: Ausreichender Schlaf unterstützt metabolische Gesundheit, aber SHBG-Messung ist kein Ersatz für Schlafqualitäts-Fragebögen oder Aktigraphie.
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