Magnesium wird oft als „Anti-Stress-Mineral“ beworben. Fakt ist: Magnesium ist an der Regulation des Nervensystems und der Cortisolausschüttung beteiligt. Ein Mangel kann Stressreaktionen verstärken. Allerdings ist die Evidenz für eine direkte stressreduzierende Wirkung von Magnesiumpräparaten bei Menschen ohne nachgewiesenen Mangel begrenzt. Viele Studien sind klein oder zeigen nur geringe Effekte. Zudem wird Magnesium häufig mit anderen Nährstoffen kombiniert, was die Interpretation erschwert. Ein Bluttest kann helfen, einen tatsächlichen Mangel zu erkennen. Bei ausgewogener Ernährung ist eine zusätzliche Supplementierung meist nicht nötig. Hohe Dosen können zu Durchfall führen. Fazit: Magnesium kann bei Mangel helfen, ist aber kein Wundermittel gegen Stress. Die Behauptung, dass Magnesium allein Stress „neutralisiert“, ist ein Mythos.
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