Die FTO-Genetik ist nur in sehr begrenztem Umfang sinnvoll. Studien zeigen, dass bestimmte Varianten (z. B. rs9939609) mit einem leicht erhöhten Risiko für Übergewicht assoziiert sind – der Effekt ist jedoch klein und erklärt nur etwa 1–3 % der Gewichtsvariation. Die Evidenz stammt aus GWAS, nicht aus klinischen Interventionen. Ein Gentest kann daher keine personalisierte Diät vorgeben; mediterrane Ernährung und Bewegung wirken unabhängig vom FTO-Status. Der Nutzen liegt eher in der Sensibilisierung für ein erhöhtes Risiko, nicht in einer spezifischen Ernährungsempfehlung. Zudem variieren die Effekte je nach ethnischer Herkunft. Für die Praxis gilt: FTO-Tests sind kein Diagnosewerkzeug, sondern bestenfalls ein schwacher Hinweis. Ohne begleitende Lebensstilanalyse bleibt der Mehrwert fraglich.
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