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Evidenz-Check: Ferritin im Kontext von longevity

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Evidenz-Check: Ferritin im Kontext von longevity

Ferritin ist das zentrale Speicherprotein für Eisen und ein häufig gemessener Biomarker. Im Kontext von Longevity ist die Evidenz differenziert: Einerseits ist Eisen essenziell für Sauerstofftransport und Energieproduktion, andererseits kann Eisenüberschuss oxidativen Stress fördern und Alterungsprozesse beschleunigen. Epidemiologische Studien zeigen, dass erhöhte Ferritinwerte (über 200–300 ng/ml) mit einer erhöhten Gesamtmortalität und kardiovaskulären Ereignissen assoziiert sind. Gleichzeitig ist ein zu niedriger Ferritinspiegel (<30 ng/ml) mit Eisenmangel und Symptomen wie Müdigkeit, kognitiven Einschränkungen und verminderter Leistungsfähigkeit verbunden. Die optimale Ferritinkonzentration für Langlebigkeit liegt vermutlich im mittleren Normalbereich (50–150 ng/ml). Consumer-Tests wie die von MyBody-X können Ferritin messen, jedoch ist die Interpretation ohne ärztliche Kontextualisierung limitiert. Caveat: Ferritin ist ein Akute-Phase-Protein; Entzündungen, Infektionen oder chronische Erkrankungen können die Werte verfälschen. Zudem gibt es keine randomisierten Studien, die einen kausalen Effekt einer Ferritinoptimierung auf die Lebensspanne belegen. Die Evidenz basiert auf Beobachtungsstudien und mechanistischen Überlegungen. Ein Ferritin-Check kann sinnvoll sein, sollte aber immer im Gesamtkontext von Entzündungsmarkern, Leberwerten und individueller Risikostratifizierung betrachtet werden.

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