welche nährstoffe fehlen bei haarausfall — welche Supplements sind sinnvoll?
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TIKKI Wissensantwort
Die Frage nach Nährstoffen bei Haarausfall ist komplex, da die Ursachen vielfältig sind: genetische Veranlagung (androgenetische Alopezie), Hormonschwankungen, Stress, Medikamente oder tatsächliche Mangelzustände. Zu den häufig diskutierten Nährstoffen gehören Eisen, Zink, Vitamin D, Biotin, Selen und Omega-3-Fettsäuren. Die Evidenz ist jedoch gemischt: Ein Eisenmangel (besonders bei Frauen mit diffusem Haarausfall) zeigt moderate Zusammenhänge, ebenso ein Zinkmangel. Vitamin-D-Spiegel sind oft bei Haarausfall erniedrigt, aber ob eine Supplementierung den Verlust stoppt, ist nicht eindeutig belegt. Biotinmangel ist selten, und eine Einnahme ohne Mangel bringt meist nichts. Selen und Omega-3 können in ausgewogener Ernährung helfen, aber Überdosierungen (v. a. Selen) sind schädlich. Supplemente sind nur dann sinnvoll, wenn ein Mangel durch Bluttest bestätigt wurde. Eine pauschale Einnahme ohne Diagnostik ist nicht evidenzbasiert und kann sogar Risiken bergen. DNA-Tests zu Haarausfall (z. B. Androgenrezeptor-Gen) sagen nichts über Nährstoffmängel aus. Fazit: Vor Supplementierung immer ärztliche Abklärung, insbesondere bei plötzlichem oder starkem Haarausfall.
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