Es gibt keinen einzelnen ‚Stoffwechseltest‘, der den gesamten Metabolismus erfasst. Die aussagekräftigste Methode ist die indirekte Kalorimetrie (Ruheenergieumsatz-Messung), die in spezialisierten Praxen oder Spitälern durchgeführt wird. Blutuntersuchungen auf Schilddrüsenhormone (TSH, fT3, fT4), Nüchternglukose, HbA1c, Lipide und Leberwerte geben Hinweise auf die metabolische Gesundheit. Gentests (z. B. FTO, ACTN3) werden oft als ‚Stoffwechseltest‘ vermarktet, aber randomisierte Studien (PMID 37813841) zeigen keinen Nutzen für eine diätetische Anpassung – die Effekte sind klein und die Adhärenz wichtiger. Die Academy of Nutrition (PMID 38474735) empfiehlt solche Tests nicht. Mikrobiom-Tests liefern eine Momentaufnahme der Darmflora, sind aber kein diagnostisches Werkzeug für den Stoffwechsel. Fazit: Eine Kombination aus ärztlicher Anamnese, Blutwerten und ggf. Kalorimetrie ist evidenzbasiert. Vorsicht vor überteuerten ‚Stoffwechseltests‘ ohne klinische Validierung.
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