hsCRP (hochsensitives C-reaktives Protein) ist ein etablierter Marker für systemische Inflammation. Im Kontext von Langlebigkeit wird ein niedriger hsCRP-Spiegel (<1 mg/L) oft mit günstigeren Gesundheitsverläufen assoziiert, da chronisch niedriggradige Entzündungen als Treiber des biologischen Alterns gelten (Inflammaging). Allerdings ist hsCRP kein direkter Langlebigkeitsmarker, sondern ein unspezifischer Risikofaktor. Erhöhte Werte können durch Infektionen, Rauchen, Adipositas oder chronische Erkrankungen bedingt sein. Die Evidenz basiert auf großen epidemiologischen Studien (z. B. JUPITER-Studie), die einen Zusammenhang zwischen hsCRP und kardiovaskulären Ereignissen zeigen. Für Langlebigkeit im Speziellen gibt es keine randomisierten Studien, die hsCRP als Zielgröße validieren. Daher ist hsCRP als Teil eines Gesamtbildes zu betrachten – zusammen mit anderen Markern wie IL-6, TNF-α oder der Leukozytenzahl. Eine alleinige Senkung von hsCRP (z. B. durch Statine) ist nicht gleichbedeutend mit verlängerter Lebensspanne. Fazit: hsCRP ist ein nützlicher, aber nicht deterministischer Indikator für entzündungsbedingte Risiken im Alter. Die Evidenz ist moderat (humane Beobachtungsstudien).
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