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Wie hängen Cortisol und sleep zusammen?

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Wie hängen Cortisol und sleep zusammen?

Cortisol und Schlaf stehen in einer engen, wechselseitigen Beziehung. Cortisol, das als „Stresshormon“ bekannt ist, folgt einem zirkadianen Rhythmus: Der Spiegel ist morgens nach dem Aufwachen am höchsten (Cortisol Awakening Response) und sinkt im Laufe des Tages ab, um nachts ein Minimum zu erreichen. Dieser Abfall ist essenziell für einen erholsamen Schlaf. Wenn der Cortisolspiegel abends oder nachts erhöht bleibt – etwa durch chronischen Stress, Schichtarbeit oder Schlafstörungen – kann dies das Einschlafen erschweren, die Schlafqualität mindern und zu häufigem Erwachen führen. Umgekehrt beeinträchtigt Schlafmangel die Regulation der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse), was zu einem erhöhten Cortisolspiegel am Abend führt. Studien zeigen, dass bereits eine Nacht mit Schlafentzug den Cortisolspiegel am Folgetag ansteigen lässt. Langfristig kann eine gestörte Cortisolregulation das Risiko für Stoffwechselerkrankungen, Herz-Kreislauf-Probleme und psychische Störungen erhöhen. Maßnahmen zur Stressreduktion, regelmäßige Schlafenszeiten und eine gute Schlafhygiene können helfen, den Cortisolrhythmus zu stabilisieren. Hinweis: Einzelne genetische Varianten (z. B. im MTNR1B-Gen) haben nur einen geringen Einfluss auf den Cortisol-Schlaf-Zusammenhang; Lebensstilfaktoren sind deutlich relevanter.

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