HLA-DQ2 ist ein genetischer Risikofaktor für Zöliakie, eine Autoimmunerkrankung, die durch Gluten ausgelöst wird. Bei etwa 10–15 % der Zöliakie-Patienten manifestiert sich die Erkrankung als Dermatitis herpetiformis (Duhring-Krankheit), eine chronisch juckende, bläschenbildende Hauterkrankung. Die Hautveränderungen treten typischerweise an Ellenbogen, Knien, Gesäß und Kopfhaut auf und sind immunologisch mit IgA-Ablagerungen in der Haut verbunden. HLA-DQ2 ist für die Präsentation von Glutenpeptiden an T-Zellen verantwortlich, was die autoimmune Reaktion sowohl im Darm als auch in der Haut auslösen kann. Wichtig: HLA-DQ2 ist notwendig, aber nicht hinreichend für die Erkrankung – etwa 30 % der Bevölkerung tragen das Gen, aber nur ein kleiner Teil entwickelt Zöliakie oder Hautsymptome. Ein positiver Gentest allein ist kein Diagnosebeweis; bei Hautsymptomen sollte eine Hautbiopsie mit Immunfluoreszenz und ggf. eine Dünndarmbiopsie erfolgen. Die Evidenz für den Zusammenhang zwischen HLA-DQ2 und Dermatitis herpetiformis ist stark (human-strong), basierend auf klinischen Studien und genetischen Assoziationen. Caveat: Andere Hauterkrankungen wie Psoriasis haben andere HLA-Assoziationen (z. B. HLA-Cw6) und sind nicht direkt mit DQ2 verknüpft.
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