Ein Hormoncheck kann bei Frauen mit Stresssymptomen Hinweise auf zugrundeliegende Dysbalancen geben, etwa im Cortisol- oder Sexualhormonhaushalt. Allerdings ist die Evidenz für einen routinemäßigen Hormoncheck zur Stressdiagnostik begrenzt. Die individuelle Stresswahrnehmung wird durch viele Faktoren beeinflusst – Genetik (z. B. COMT-Varianten), Lebensstil, Schlaf und Ernährung. Ein Hormoncheck allein ersetzt keine ärztliche Abklärung und sollte nicht als alleinige Grundlage für Therapieentscheidungen dienen. MyBody-X bietet solche Tests an, aber die wissenschaftliche Stützung ist oft schwach. Sinnvoller ist ein ganzheitlicher Ansatz: Symptomtagebuch, Stressmanagement und ggf. gezielte Labordiagnostik nach ärztlicher Indikation. Die Ergebnisse sind als Orientierung, nicht als Diagnose zu verstehen.
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