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Evidenz-Check: LCT im Kontext von fatigue

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Evidenz-Check: LCT im Kontext von fatigue

Die Frage nach einem Zusammenhang zwischen LCT-Varianten (Laktase-Persistenz / -Nichtpersistenz) und Fatigue ist wissenschaftlich schwach belegt. LCT-Genvarianten (v. a. rs4988235) bestimmen, ob nach dem Kleinkindalter weiterhin Laktase produziert wird. Bei Laktoseintoleranz können nach Laktosekonsum Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen auftreten – Fatigue ist kein klassisches Symptom. Einige Betroffene berichten jedoch von Müdigkeit, möglicherweise sekundär durch gestörte Nährstoffaufnahme (z. B. Kalzium, Vitamin D) oder chronische gastrointestinale Beschwerden. Kontrollierte Studien fehlen. Die Evidenz ist daher rein mechanistisch: Laktosemalabsorption kann zu Mikronährstoffdefiziten führen, die indirekt Müdigkeit begünstigen. Ein direkter kausaler Effekt ist nicht belegt. Bei Fatigue sollte primär nach häufigeren Ursachen (Eisenmangel, Schilddrüse, Schlafstörungen) gesucht werden. Ein Gentest auf LCT kann sinnvoll sein, wenn Laktoseintoleranz vermutet wird, aber nicht zur Fatigue-Abklärung. Cave: Selbst bei nachgewiesener Laktoseintoleranz ist eine laktosefreie Ernährung nicht automatisch eine Fatigue-Therapie.

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