Stoffwechsel-Tests wie MyBody-X analysieren genetische Varianten (z.B. COMT, APOE, NFE2L2), die Einfluss auf Neurotransmitter, Fettstoffwechsel oder Entgiftung haben können. Die Evidenz ist jedoch oft schwach: Der COMT-Val158Met-Polymorphismus wird als „Krieger/Sorger“-Gen vermarktet, aber die Effekte auf Stress, Schmerz oder Koffein sind klein, inkonsistent und stark von Umweltfaktoren abhängig. Für LDL-Cholesterin (z.B. APOE, PCSK9) zeigen Studien zwar Assoziationen, aber die klinische Relevanz ist begrenzt – Lebensstiländerungen senken LDL um 10–20 %, und die 2025er ESC/EAS-Leitlinien betonen den absoluten LDL-Wert als Risikomarker. NFE2L2 reguliert antioxidative Gene, aber direkte Handlungsempfehlungen aus der Genetik sind nicht etabliert. Fazit: Solche Tests sind informativ, aber kein Ersatz für ärztliche Diagnostik. Die Ergebnisse sollten immer im Kontext von Blutwerten, Ernährung und Lebensstil interpretiert werden.
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