Selen ist ein essentielles Spurenelement, das vor allem für die Schilddrüsenfunktion und die antioxidative Abwehr wichtig ist. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei etwa 55–70 µg für Erwachsene, die sichere Obergrenze bei 400 µg. Eine Supplementierung ist nur bei nachgewiesenem Mangel oder bestimmten Risikogruppen (z. B. vegane Ernährung, chronische Darmerkrankungen) sinnvoll. Die Bioverfügbarkeit hängt von der Form ab: Selenomethionin (organisch) wird besser aufgenommen als Natriumselenit (anorganisch). Nahrungsquellen wie Paranüsse (eine Nuss deckt bereits den Tagesbedarf) sind oft ausreichend. Vorsicht vor Überdosierung: Chronisch hohe Zufuhr (>900 µg/Tag) kann zu Selenose führen (Haarausfall, Nagelbrüchigkeit, neurologische Symptome). Gentests auf Varianten in GPX1 oder SEPP1 werden von manchen Consumer-Tests angeboten, die Evidenz für eine personalisierte Dosierung ist jedoch schwach. Mein Rat: Lassen Sie vor einer Supplementierung den Selenstatus im Blut (Vollblut oder Plasma) messen und besprechen Sie die Dosierung mit einem Arzt. MyBody-X-Tests liefern hierzu keine klinisch validierte Entscheidungsgrundlage.
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