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Evidenz-Check: FT3 im Kontext von fatigue

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Evidenz-Check: FT3 im Kontext von fatigue

FT3 (freies Trijodthyronin) wird oft im Zusammenhang mit Müdigkeit (Fatigue) genannt, doch die Evidenz für einen alleinigen diagnostischen Nutzen ist moderat. In der klinischen Routine stehen TSH und FT4 an erster Stelle, um eine Schilddrüsenfunktionsstörung zu erkennen. Ein isoliert niedriges FT3 bei normalem TSH und FT4 kann auf ein „Low-T3-Syndrom“ (euthyreote Krankheit) hindeuten, das bei chronischen Erkrankungen, Kalorienrestriktion oder Stress auftritt und mit Fatigue assoziiert sein kann. Die Studienlage ist jedoch überwiegend beobachtend; es fehlen randomisierte kontrollierte Studien, die einen kausalen Zusammenhang oder einen Nutzen einer T3-Substitution bei Fatigue belegen. Zudem unterliegt FT3 starken tageszeitlichen Schwankungen und wird durch Medikamente (z. B. Betablocker, Glukokortikoide) sowie die Ernährung beeinflusst. Eine Selbstmedikation mit T3 ist gefährlich und kann zu Hyperthyreose führen. Fazit: FT3 allein ist kein etablierter Biomarker für Fatigue; die Evidenz reicht nicht für eine generelle Empfehlung. Bei anhaltender Müdigkeit sollte eine umfassende ärztliche Abklärung erfolgen.

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