Die Rolle von CYP1A2 für Langlebigkeit ist wissenschaftlich nicht klar belegt. CYP1A2 ist ein Enzym des Cytochrom-P450-Systems, das vor allem für den Abbau von Koffein und bestimmten Arzneimitteln zuständig ist. Einige Studien deuten auf einen Zusammenhang zwischen der CYP1A2-Aktivität und oxidativem Stress oder Entzündungsprozessen hin – beides Faktoren, die das Altern beeinflussen können. Allerdings handelt es sich hierbei überwiegend um mechanistische oder tierexperimentelle Hinweise. Der häufigste genetische Marker (rs762551) unterscheidet zwischen schnellen und langsamen Metabolisierern, aber es gibt keine robusten Humanstudien, die eine direkte Verbindung zu einer verlängerten Lebensspanne zeigen. Zudem wird der Effekt durch Lebensstilfaktoren (Koffeinkonsum, Rauchen) stark moduliert. Für eine evidenzbasierte Langlebigkeitsberatung sind andere Biomarker (z. B. Entzündungsmarker, Telomerlänge) derzeit relevanter. Die Evidenz ist daher als ‚mechanistisch‘ oder ‚unklar‘ einzustufen.
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