Die CLOCK-Genfamilie steuert die innere Uhr und beeinflusst damit Immunfunktionen, Entzündungsprozesse und die Freisetzung von Histamin. Studien deuten auf einen Zusammenhang zwischen gestörten circadianen Rhythmen (z.B. durch Schichtarbeit) und einem erhöhten Risiko für allergische Erkrankungen wie Asthma oder Heuschnupfen hin. Allerdings ist die Evidenzlage überwiegend mechanistisch und epidemiologisch; direkte kausale Genvarianten sind nicht eindeutig belegt. Ein Gentest auf CLOCK-Polymorphismen hat derzeit keinen klinischen Nutzen für die Allergievorhersage oder -behandlung. Die individuelle Allergiedisposition wird durch viele Faktoren bestimmt – Umwelt, Epigenetik, andere Gene. Daher ist Vorsicht vor überhöhten Versprechungen von Direct-to-Consumer-Tests geboten.
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