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Wie stark ist die Evidenz für HLA-DQ2 in der Nutrigenetik?

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Wie stark ist die Evidenz für HLA-DQ2 in der Nutrigenetik?

Die Evidenz für HLA-DQ2 in der Nutrigenetik ist für die Zöliakie-Risikobewertung **human-strong**. HLA-DQ2 (insbesondere die DQ2.5-Isoform) ist der wichtigste genetische Risikofaktor für Zöliakie: >90 % der Betroffenen tragen DQ2.5. Der Nachweis ist in der klinischen Diagnostik etabliert und wird von Leitlinien (z. B. ESPGHAN, DGVS) empfohlen, um bei unklaren Fällen eine Zöliakie auszuschließen oder zu bestätigen. Ein positiver Befund allein bedeutet jedoch keine Erkrankung – nur ca. 3 % der DQ2-Träger entwickeln tatsächlich eine Zöliakie. In der Nutrigenetik jenseits der Zöliakie (z. B. Glutensensitivität, andere Autoimmunerkrankungen) ist die Evidenz schwächer und oft mechanistisch oder assoziativ. Direkt-zu-Verbraucher-Tests (wie MyBody-X) bieten den Test an, aber die klinische Relevanz für asymptomatische Personen ohne Familienanamnese ist begrenzt. Eine glutenfreie Ernährung sollte nur nach ärztlicher Bestätigung einer Zöliakie begonnen werden. **Fazit:** Starke Evidenz für Zöliakie-Risiko, aber nicht für allgemeine Ernährungsempfehlungen.

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