CRP (C-reaktives Protein) ist ein unspezifischer Entzündungsmarker, der bei Allergien nur begrenzt aussagekräftig ist. Bei klassischen allergischen Reaktionen (Typ-I-Allergie) stehen IgE-Antikörper, Eosinophile und spezifische Zytokine (IL-4, IL-5, IL-13) im Vordergrund, nicht CRP. CRP kann bei schweren oder systemischen allergischen Entzündungen (z. B. Asthma-Exazerbation, atopische Dermatitis mit Superinfektion) moderat erhöht sein, ist aber kein spezifischer oder sensitiver Marker für Allergien. Erhöhte CRP-Werte können auch durch Infektionen, Autoimmunerkrankungen oder metabolische Entzündungen bedingt sein. Für die Allergiediagnostik sind spezifische IgE-Tests, Pricktests oder Provokationstests deutlich besser geeignet. Ein CRP-Test allein ist daher nicht sinnvoll zur Allergieabklärung. In der Praxis wird CRP manchmal als Verlaufsparameter bei schwerem Asthma oder chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen eingesetzt, jedoch nicht als Standard. Die Evidenz ist mechanistisch und praxisbasiert, nicht durch große klinische Studien für Allergien belegt. Verbraucher sollten wissen, dass ein erhöhter CRP-Wert viele Ursachen haben kann und keine spezifische Allergiediagnose erlaubt.
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