HLA-DQ2 ist ein genetischer Marker, der stark mit Zöliakie assoziiert ist – einer Autoimmunerkrankung, bei der Gluten die Dünndarmschleimhaut schädigt. Das Vorliegen von HLA-DQ2 hilft nicht aktiv der Darmgesundheit, sondern erhöht das Risiko für eine Glutenunverträglichkeit. Etwa 30–40 % der Bevölkerung tragen HLA-DQ2, aber nur ein kleiner Teil entwickelt tatsächlich Zöliakie. Ein Gentest auf HLA-DQ2 wird in der Diagnostik eingesetzt, um Zöliakie auszuschließen (hoher negativer Vorhersagewert). Für die Darmgesundheit bedeutet das: Ohne HLA-DQ2 ist Zöliakie extrem unwahrscheinlich; mit HLA-DQ2 ist eine glutenfreie Ernährung nur bei bestätigter Erkrankung sinnvoll. Die bloße Anwesenheit des Gens ist kein Grund für eine Diät oder Nahrungsergänzung. Die Evidenz für den Nutzen von HLA-DQ2-Tests liegt in der Risikostratifizierung, nicht in einer direkten Förderung der Darmgesundheit. Andere Faktoren wie Mikrobiom, Ernährung und Lebensstil sind für die Darmgesundheit relevanter.
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