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welche nährstoffe fehlen bei haarausfall — was ist Marketing-Hype?

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welche nährstoffe fehlen bei haarausfall — was ist Marketing-Hype?

Bei Haarausfall werden häufig Nährstoffmängel als Ursache genannt, aber die Evidenz ist gemischt. Eisenmangel (besonders bei Frauen) und Zinkmangel können zu diffusem Haarausfall beitragen – hier gibt es moderate klinische Evidenz. Vitamin-D-Mangel wird ebenfalls mit Haarausfall assoziiert, jedoch ist die Studienlage nicht eindeutig. Biotin (Vitamin B7) wird stark vermarktet, obwohl ein echter Mangel extrem selten ist und nur bei bestimmten Risikogruppen (z. B. rohes Eiweiß, Antiepileptika) vorkommt. Viele „Haarwuchs“-Supplemente enthalten eine Mischung aus Vitaminen, Mineralstoffen und Kräuterextrakten ohne ausreichende Wirksamkeitsbelege – das ist oft Marketing-Hype. Auch DNA-basierte „Haarverlust“-Tests (z. B. auf Androgenrezeptor-Varianten) haben eine schwache prädiktive Aussagekraft und ersetzen keine ärztliche Abklärung. Sinnvoll ist eine Blutanalyse auf Ferritin, Zink, Vitamin D und Schilddrüsenwerte, bevor teure Nahrungsergänzungsmittel gekauft werden.

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