HLA-DQ2 ist ein genetischer Risikofaktor für Zöliakie, aber kein Diagnosekriterium. Viele Träger entwickeln nie eine Zöliakie. In den Wechseljahren verändert sich der Hormonhaushalt, was Symptome wie Müdigkeit, Knochenschwund oder Verdauungsbeschwerden verstärken kann – unabhängig vom HLA-Status. Es gibt keine robuste Evidenz, dass HLA-DQ2 direkt den Menopauseverlauf beeinflusst. Allerdings kann eine unerkannte Zöliakie zu Nährstoffmängeln (Eisen, Calcium, Vitamin D) führen, die in der Menopause besonders kritisch sind. Daher ist bei HLA-DQ2-Positivität und menopausalen Beschwerden eine serologische Zöliakie-Abklärung (tTG-IgA) sinnvoll, bevor man die Ernährung umstellt. Eine glutenfreie Diät ohne Diagnose ist nicht empfohlen. Caveat: Die Evidenzlage ist schwach – es gibt keine spezifischen Studien zu HLA-DQ2 und Menopause. Fokus sollte auf klinischen Symptomen und etablierten Risikofaktoren liegen.
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