APOE ist vor allem für seine Rolle im Fettstoffwechsel und als Risikofaktor für Alzheimer bekannt. Im Sportkontext wird vor allem das ε4-Allel untersucht: Es wurde mit einem erhöhten Risiko für Gehirnerschütterungen und schlechterer kognitiver Erholung nach Schädel-Hirn-Trauma in Verbindung gebracht. Einige Studien deuten auf eine geringere aerobe Leistungsfähigkeit bei ε4-Trägern hin, während ε2 möglicherweise protektiv wirkt. Die Evidenz ist jedoch überwiegend beobachtend und nicht ausreichend, um direkte Trainings- oder Ernährungsempfehlungen abzuleiten. Direkt-zu-Konsumenten-Tests, die APOE als „Sportgen“ vermarkten, überschätzen die klinische Relevanz. Die American College of Sports Medicine (ACSM) empfiehlt keine routinemäßige APOE-Genotypisierung für Sportler. Caveat: APOE ε4 ist kein „Leistungsgen“; individuelle Anpassung von Training und Ernährung sollte auf gemessenen Biomarkern und nicht auf einem einzelnen SNP basieren.
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