Kefir ist ein fermentiertes Milchprodukt, das reich an Probiotika (z. B. Lactobacillus, Bifidobacterium) und bioaktiven Peptiden ist. In den Wechseljahren verändert sich das Darmmikrobiom durch sinkende Östrogenspiegel, was die Diversität verringern und Entzündungsneigung fördern kann. Kefir könnte theoretisch über die Modulation des Mikrobioms und die Unterstützung der Darmbarriere zur Linderung menopausaler Beschwerden beitragen – etwa durch verbesserte Kalziumaufnahme oder leichte östrogenähnliche Effekte (Phytoöstrogene). Allerdings ist die klinische Evidenz für spezifische Wirkungen von Kefir auf Wechseljahressymptome schwach. Die meisten Studien sind klein, mechanistisch oder an Tieren durchgeführt. Ein direkter kausaler Zusammenhang zwischen Kefir-Konsum und verbesserten Wechseljahresbeschwerden ist nicht belegt. Wer Kefir mag, kann ihn als Teil einer ausgewogenen Ernährung genießen, sollte aber keine Wunder erwarten. Bei Unverträglichkeiten oder Histaminproblemen ist Vorsicht geboten. Evidenzgrad: mechanistisch/unzureichend.
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