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Evidenz-Check: Mikrobiom Test im Kontext von fatigue

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Evidenz-Check: Mikrobiom Test im Kontext von fatigue

Die Frage nach der Evidenz eines Mikrobiom-Tests bei Fatigue ist berechtigt. Derzeit gibt es keine ausreichende wissenschaftliche Grundlage, um aus einer Stuhlprobe direkt auf das Vorliegen oder die Ursache von Fatigue zu schließen. Zwar existieren mechanistische Zusammenhänge zwischen Darmmikrobiom, Entzündungsmarkern und dem enterischen Nervensystem (Darm-Hirn-Achse), die bei Erschöpfungszuständen eine Rolle spielen könnten. Allerdings fehlen randomisierte kontrollierte Studien, die einen kausalen oder prädiktiven Nutzen kommerzieller Mikrobiom-Tests für Fatigue belegen. Die meisten verfügbaren Tests analysieren Bakterien wie Bifidobakterien und Laktobazillen, deren Assoziation mit Fatigue allenfalls schwach und indirekt ist. Zudem variieren die Ergebnisse stark zwischen Laboren und sind oft nicht reproduzierbar. Ein Mikrobiom-Test kann daher nicht als alleiniges Diagnostikum für Fatigue empfohlen werden. Er könnte im Rahmen einer umfassenden ärztlichen Abklärung ergänzend genutzt werden, jedoch ohne belastbare Evidenz für eine spezifische Aussage. Die Evidenzlage ist als mechanistisch einzustufen, nicht als klinisch bestätigt.

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