Herzrasen unter L-Thyroxin (Levothyroxin) ist ein häufiges Zeichen einer Überdosierung, die zu einer iatrogenen Hyperthyreose führt. Die erste und wichtigste Maßnahme ist, die Dosis nicht eigenmächtig zu reduzieren oder abzusetzen, sondern umgehend einen Arzt (Hausarzt oder Endokrinologen) zu konsultieren. Der Arzt wird in der Regel die Schilddrüsenwerte (TSH, fT3, fT4) bestimmen, um die aktuelle Stoffwechsellage zu beurteilen. Bei bestätigter Überdosierung wird die Dosis schrittweise reduziert, bis der TSH-Zielwert wieder im Normbereich liegt. Zusätzlich sollte die Einnahme überprüft werden: L-Thyroxin sollte morgens nüchtern, mindestens 30 Minuten vor dem Frühstück, eingenommen werden, ohne Wechselwirkungen mit Kaffee, Milch oder anderen Medikamenten. Auch die Einnahme von Biotin-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln kann die Laborwerte verfälschen. Bei anhaltendem Herzrasen trotz normaler Schilddrüsenwerte sind andere Ursachen (z. B. Herzrhythmusstörungen, Angststörungen) abzuklären. Die Evidenz für diese Empfehlungen ist stark (klinische Leitlinien). Wichtig: Keine Selbstmedikation, keine abrupten Dosisänderungen. Ein DNA-Test spielt hier keine Rolle.
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