Metabolismus (Stoffwechsel) bezeichnet die Gesamtheit aller biochemischen Prozesse im Körper, die Nährstoffe in Energie und Bausteine umwandeln. Er umfasst Katabolismus (Abbau von Molekülen zur Energiegewinnung) und Anabolismus (Aufbau von Zellen und Geweben). Die Stoffwechselrate wird durch Faktoren wie Genetik, Hormone, Muskelmasse, Alter und Mikrobiom beeinflusst. DNA-Tests können einzelne Genvarianten (z. B. in FTO, PPARG, TCF7L2) mit geringen Effekten auf Energiehaushalt oder Nährstoffverwertung assoziieren – die prädiktive Aussagekraft für den individuellen Metabolismus ist jedoch begrenzt. Auch das Darmmikrobiom spielt eine Rolle: Bestimmte Bakterienarten beeinflussen die Kalorienextraktion und Insulinempfindlichkeit. Ferritin als Eisen-Speichermarker kann durch Entzündungen verfälscht werden, was die Interpretation des Eisenstoffwechsels erschwert. Ein ganzheitliches Bild erfordert daher die Kombination aus klinischen Parametern, Lebensstil und validierten Biomarkern – kein einzelner Gentest definiert den Metabolismus.
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