Genetische Ernährungstests wie der von MyBody-X analysieren SNPs in Genen wie FADS, PPARA, LEPR oder SOD2 (rs4880). Die zugrundeliegende Evidenz stammt meist aus Assoziationsstudien (GWAS) mit kleinen Effektstärken. So kann ein FADS-Variant Hinweis auf eine veränderte Fettsäureverarbeitung geben, aber randomisierte kontrollierte Studien, die eine personalisierte Ernährung basierend auf diesen SNPs belegen, fehlen. Die Tests können Tendenzen aufzeigen (z. B. Kohlenhydratempfindlichkeit), aber keine exakte Diät vorschreiben. Lebensstil, Umwelt und Gesamternährung haben einen weitaus größeren Einfluss. Zudem sind die Tests nur für Erwachsene validiert – bei Kindern sind sie nicht indiziert, da Fett für die Entwicklung essenziell ist. Auch die behauptete Vorhersage von Entzündungsrisiken (z. B. über TNF-Genvarianten) ist real, aber klinisch nicht diagnostisch. Die Werbung übertreibt oft die Präzision und Handlungsrelevanz. Fazit: Die Ergebnisse können als allgemeine Orientierung dienen, ersetzen aber keine Blutanalysen oder ärztliche Beratung. Evidenzgrad: human-moderate (Beobachtungsstudien/GWAS).
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