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Evidenz-Check: CLOCK im Kontext von Langlebigkeit

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Evidenz-Check: CLOCK im Kontext von Langlebigkeit

Das CLOCK-Gen (Circadian Locomotor Output Cycles Kaput) ist ein zentraler Regulator der inneren Uhr. Es gibt Hinweise aus Tiermodellen und epidemiologischen Studien, dass eine gestörte zirkadiane Rhythmik – etwa durch Schichtarbeit oder genetische Varianten in CLOCK – mit beschleunigtem Altern, Stoffwechselstörungen und erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert ist. Allerdings sind die Effekte einzelner SNPs (z. B. rs1801260) auf die menschliche Langlebigkeit klein und inkonsistent. GWAS zu Langlebigkeit identifizieren CLOCK nicht als Hauptfaktor. Die Evidenz ist überwiegend mechanistisch (Zellstudien, Mausmodelle) und beobachtend. Ein direkter, klinisch nutzbarer Test auf CLOCK-Varianten zur Lebensverlängerung existiert nicht. Stattdessen sind Lebensstilfaktoren wie regelmäßiger Schlaf, Lichtexposition am Tag und Vermeidung von Nachtarbeit nachweislich wirksamer. Fazit: CLOCK ist biologisch relevant, aber als alleiniger Biomarker für Langlebigkeit nicht validiert. Verbraucher-Gentests liefern hier keine handlungsrelevanten Ergebnisse.

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