Die Verbindung zwischen IgG-Antikörpern und Fatigue ist wissenschaftlich nicht klar belegt. IgG wird oft im Zusammenhang mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten (IgG4) oder chronischen Infektionen (z. B. Epstein-Barr-Virus) genannt. Manche Menschen mit chronischer Fatigue berichten über erhöhte IgG-Werte gegen bestimmte Nahrungsmittel, doch kontrollierte Studien zeigen keinen kausalen Zusammenhang. IgG-Tests für Nahrungsmittelunverträglichkeiten werden von Fachgesellschaften nicht empfohlen, da sie häufig falsch-positive Ergebnisse liefern und zu unnötigen Diäten führen können. Fatigue kann viele Ursachen haben: Schlafmangel, Stress, Eisenmangel, Schilddrüsenprobleme, Depressionen oder chronische Entzündungen. Ein IgG-Test allein ist kein diagnostisches Werkzeug für Fatigue. Sinnvoller ist eine ärztliche Abklärung mit Anamnese, Blutbild, Entzündungsmarkern und ggf. spezifischen Infektionstests. Die Evidenz für einen direkten IgG-Fatigue-Zusammenhang ist schwach und beruht überwiegend auf Erfahrungsberichten, nicht auf robusten klinischen Studien.
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