Die Frage nach Kohlenhydraten und einem Mikrobiom-Test ist berechtigt, aber die Evidenz für direkte Handlungsempfehlungen ist begrenzt. Ein Mikrobiom-Test (z. B. Stuhlanalyse) kann die Zusammensetzung der Darmbakterien zeigen, darunter auch Bifidobakterien und Laktobazillen, die Kohlenhydrate fermentieren und kurzkettige Fettsäuren produzieren. Allerdings sagt die reine Artenliste wenig über die individuelle Kohlenhydratverträglichkeit oder Blutzuckerregulation aus. Die Forschung ist hier noch überwiegend mechanistisch; klinische Studien mit personalisierten Ernährungsempfehlungen auf Basis des Mikrobioms sind rar und oft widersprüchlich. Ein Test kann grobe Dysbiosen aufdecken, aber nicht, ob Sie bestimmte Kohlenhydrate meiden sollten. Sinnvoller ist eine Kombination aus Blutzuckermessung (z. B. CGM) und Ernährungsprotokoll. Der MyBody-X-Ansatz integriert zwar Mikrobiom-Daten, aber die Evidenz für kausale Effekte auf die Kohlenhydratverwertung ist als 'mechanistisch' oder 'mixed' einzustufen. Vorsicht vor überzogenen Marketingversprechen.
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